Sulfite
Schweflige Säure schützt Wein vor Oxidation und mikrobiellem Verderb. Liegt der Gehalt über 10 mg/l, was bei fast allen Weinen der Fall ist, muss das gekennzeichnet werden. Auf dem Etikett steht dann „Enthält: Sulfite“. Im Zutatenverzeichnis erscheinen die Sulfite mit ihrer Klasse, zum Beispiel „Konservierungsstoff und Antioxidationsmittel: Sulfite“, und werden hervorgehoben.
Ei und Milch
Einige Behandlungsstoffe stammen aus Ei oder Milch. Sie sind anzugeben, wenn sie im Wein verbleiben, auch wenn sie als Verarbeitungshilfsstoff eingesetzt wurden:
- Lysozym aus Ei, eingesetzt gegen Milchsäurebakterien. Es kann als Zusatzstoff (E 1105) verbleiben oder als Hilfsstoff wieder entfernt werden.
- Eieralbumin (Hühnereiweiß), klassisch zur Schönung von Rotwein.
- Casein und andere Milcherzeugnisse, zur Schönung von Weißwein.
Enthält: Sulfite, Lysozym (Ei)
Warum Allergene auf dem Etikett bleiben
Zutaten und Nährwerte dürfen ins E-Label wandern, Allergene nicht. Wer allergisch reagiert, soll die Information sehen, ohne einen QR-Code scannen zu müssen. Deshalb steht der Hinweis „Enthält: …“ immer direkt auf der Flasche, zusätzlich zur Hervorhebung im Zutatenverzeichnis.
Sprache und Formulierung
Der Allergenhinweis muss in einer Sprache stehen, die Verbraucher im Absatzland leicht verstehen. Für den Export kann das mehrere Sprachen auf dem Etikett bedeuten. Vorsorgliche Hinweise wie „kann Spuren von Milch enthalten“ empfiehlt die Weinüberwachung nicht: Entweder wurde ein Stoff eingesetzt und ist anzugeben, oder er wurde nicht eingesetzt.
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Kostenlos registrierenQuellen
- LGL Bayern: Infoblatt Zutaten und Nährwerte bei Wein (PDF)
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Anhang II (EUR-Lex)
Diese Seite gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Verbindlich sind die Verordnungstexte und die Auskünfte der zuständigen Weinüberwachung.